Individualisierung ab Werk: Royal Enfield Factory Custom

Der indische Motorradhersteller Royal Enfield plant, seinen Kunden künftig die Möglichkeit zu bieten, ihre Motorräder bereits ab Werk individuell zu gestalten. Bisher war dieser individuelle Service wohl ausschließlich auf dem Heimatmarkt verfügbar.
Die Maschinen von Royal Enfield verzichten teilweise auf elektronische Komponenten und auch die mechanischen Elemente sind auf das absolut Notwendige beschränkt. Finde ich persönlich gut, weil ich ein Fan klassischer Motorräder bin.
RE hat offensichtlich schon länger erkannt, dass die Käufer gerade aufgrund dieser einfachen Philosophie ausgeprägte Individualisten sind. Daher fördert das Unternehmen gezielt die Personalisierung seiner Motorräder, was bereits zu zahlreichen Wettbewerben geführt hat. Das Ergebnis sind teilweise ganz spannende Anregungen. Bei Youtube lassen sich regelmäßig Videos dieser Wettbewerbe finden. Schon ganz interessant, was man aus einem normalen Serienmotorrad so alles zaubern kann.

Nachfolgend mal ein Beispiel von vielen Umbauten


Nun sieht es offenbar so aus, dass Royal Enfield jetzt beim Customizing selbst mitmachen möchte. Auf der letzten Vorstellung der 350er-Modelle in Indien kann man schön sehen, in welche Richtung dieses Geschäftsfeld gehen soll. Unter dem Label „Royal Enfield Factory Custom“ bietet der indische Motorradhersteller die Möglichkeit zur Individualisierung direkt ab Werk an. An sich eine gute Idee, um sich weiter vom Wettbewerb abzusetzen. Und der Faktor Individualisierung war und ist immer ein Thema, bei dem es einen breiten Zuspruch der Käufer gibt.

Die Grundidee dahinter: Kunden sollen die Chance bekommen, außergewöhnliche Designs in Zusammenarbeit mit einem Design-Team von Royal Enfield zu kreieren. RE übernimmt die Realisierung, während die Auslieferung des Fahrzeugs über die Händler erfolgen soll. Das Projekt Royal Enfield Factory Custom wurde offenbar als Pilotprojekt ins Leben gerufen. Ob und wann dieses Angebot auch auf Europa ausgerollt wird, bleibt derzeit für mich noch offen. Eine pfiffige Idee ist das auf alle Fälle, denn viele Käufer möchten „ihre Royal Enfield“ individuell ausrüsten.

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