Fliegen und Dreck setzen dem Helm beim Fahren immer zu. Dazu kommt noch hinzu, dass dass Visier ebenfalls betroffen ist. Im Innenbereich sorgt der eigene Körperschweiß für Kummer. Für alle drei Stellen gibt es Spezialreiniger, aber auch bewährte „Hausmittel“.
Helmreinigung
Für den Helm selbst nehme ich lauwarmes Seifenwasser und ein normales Spültuch; ein Haushaltsschwamm tut es natürlich auch. Je öfter man den Helm sauber macht, umso besser gehen Fliegen vom Helm.
Vor 40 Jahren war das alles noch schlimmer, weil es damals noch Insekten ohne Ende gab! Eine Woche Motorrad fahren und der Helm waren rabenschwarz; kein Vergleich zu heute. Entsprechend hartnäckig klebten Fliegen, Mücken, Motten, Bienen, Wespen und Käfer auf dem Helm.
Visierreinigung
Für das Visier nutzen ich tatsächlich einen Visierreiniger, wie man ihn an Tankstellen, bei Polo oder Louis bekommt. Da das Visier überaus empfindlich gegen Verkratzungen ist, sollte man mit dem Putzen echt aufpassen. Viele Kratzer im Visier sorgen Nachts für ganz unangenehme Blendeffekte, deshalb sollte man Vorsicht beim Reinigen walten lassen. Dann kommt es noch darauf an, ob das Visier von innen gegen Beschlagen geschützt ist.
Helmpolster reinigen
Da habe ich früher überhaupt nicht drauf geachtet. Meinen allerersten Helm habe ich bestimmt 7 Jahre lang gehabt. Dort löste sich im Verlauf der vielen Jahre das Helmpolster und Innenleben bereits auf. Schaumreiniger für eine Helm gab es noch nicht. Ein Herausnehmen des Helmpolster ging ebenfalls nicht. Auf jeden Fall wirkt der eigene Körperschweiß massiv auf das Polster im Helm ein; und mehr als man glaubt. Ein Bakterienherd dürfte es auch sein! Für meine neuen Helme nutze ich Reiniger in der Sprühdose.
Aufkleber auf dem Helm
Früher gab es nur „einfache Helme“ und meistens nur einfarbig. Der eine oder andere Motorradfahrer hat seinen Helm dann mit Aufklebern „aufgemotzt“. Was gut aussah, hatte aber auch Nachteile. Der Aufkleber oder die Folie zersetze die Oberfläche unter dem Aufkleber. Eine chemische Reaktion fand also statt, mit der die meisten Biker nicht gerechnet haben.
Bei meinem 2. Motorradhelm war das ebenso. Nach gut 2 Jahren waren die Stellen am Helm so stark sichtbar, das ich ihn schweren Herzens entsorgt habe. Das Teil löste sich an den Stellen mit und unter dem Aufkleber regelrecht auf. Eine schmierige Konsistenz hatte der Helm an diesen Stellen. Da ich Streifen über den ganzen Helm geklebt habe, war der komplett im Eimer.
Wenn man heute einen Helm kauft, sollte man ganz genau auf die Beschreibung des Herstellers achten!!