Tipps zum Thema Motorradhelme

In meinem Bikerleben habe ich so manchen Helm gekauft und getragen. Was ich für mich gelernt habe: Es müssen nicht immer die teuren Shoe-Helme oder Schuberth-Helme sein. Ja, der Preis für einen Motorradhelm ist für mich schon wichtig, aber nicht unbedingt immer das erste Kaufargument!

Seitdem ich das erste Mal einen Klapphelm mit Doppelvisier bei Louis gekauft habe, bin ich als Brillenträger bei diesem Typ Motorradhelm geblieben. Als ich 1975 angefangen habe, gab es so etwas noch nicht.

Nach einem Sturz, Unfall oder ungefähr alle 4-5 Jahre kaufe ich einen neuen Motorradhelm.
Warum? Äußere Einflüsse wie Temperatur und UV-Licht lassen Helme altern. Geht auf Kosten der Sicherheit. Außerdem sind Visiere die anfälligsten Komponenten beim Motorradhelm. Schnell sind sie verkratzt, was dann auch keinen Spaß mehr beim Fahren bringt.
Vor allem bei Nachtfahrten stellen verkratze Visiere ein Risiko dar, weil das Licht entgegenkommender Verkehrsteilnehmer sich im Visier bricht. Ich habe so wirklich alles ausprobiert, um Visiere zu pflegen und reparieren. Aber irgendwann ist der Punkt gekommen, da geht das nicht mehr.

Was sich auf Dauer negativ bemerkbar macht:

Der Schweiß vom Kopf landet im Helmpolster. Mit der Zeit wird es dann ganz ekelig. Der Körperschweiß ist manchmal so aggressiv, das bestimmte Partien im Helm arg in Mitleidenschaft gezogen werden. Klar kann man seinen Helm mit Helmreiniger innen desinfizieren und reinigen. Wird so eine Art Schaum. Aber Chemie ist eben nicht immer die allerbeste Wahl.

Ich entscheide mich nach längerer Tragezeit für was Neues und geh vor Ort im Mopedladen meiner Wahl shoppen. In meinem Fall ist das eine Louis-Filiale keine 6 km entfernt. Die von Polo-Motorrad hat leider in meiner Stadt dicht gemacht. Auch Hein-Gericke ist seit Jahren weg vom Fenster.

Nach gut 4 bis 5 Jahren kaufe ich also einen neuen Motorradhelm und gleichzeitig ein passendes Ersatzvisier dazu. Gibt es kein Visier zu kaufen, dann bleibt der Helm bei Louis im Helmregal liegen.

Was ich in den Jahrzehnten gelernt habe:

Man muss wirklich jeden neuen Helm selbst probieren! Die Helmgröße selbst ist noch keine Garantie für einen optimalen Sitz auf dem Kopf. Er darf sich nicht großartig drehen lassen und der Helmverschluss sollte sich mit einem Fingerdruck lösen lassen. Und der Helm muss sich unten am Kinn verstellen lassen können. Eine gute Idee ist es, wenn man sich den Helm vorm Kauf für ein Wochenende ausleihen und ausgiebig testen kann. Bei Preisen jenseits der 500 Euro-Marke würde ich das immer so handhaben!

Auf was ich ebenfalls achte, ist das Gewicht eines Helms. Das macht sich später vor allem bei schnelleren Autobahnfahrten bemerkbar. Ein schwerer Motorradhelm strapaziert die Halsmuskeln und den Schulterbereich ganz schön.

Farbe des Helms:

Früher – so vor 30 Jahren – mussten meine Helme immer nur cool aussehen. Am Coolsten war meist schwarz oder gold. Heute genau das Gegenteil: Entweder direkt in der Farbe weiß oder einen gelben Motorradhelm, wie sie die Polizei auch trägt. Die Farbe des Helms entscheidet maßgeblich mit, wie und ob man frühzeitig von anderen Verkehrsteilnehmern wahrgenommen wird. Wenn ich könnte, würde ich auch einen zu 100% beleuchteten LED-Helm tragen!

Meine Wahl seit 10 Jahren

Ich sehe mir unter anderem preisreduzierte Helme von Marken wie Schuberth, AGV, Shoei, Nolan, Scorpion, HJC, MTR, Airoh und anderen Marken an. Meistens bleibe ich bei Modellen von Caberg oder Nolan hängen, weil das beim Preis-/Leistungsverhältnis ein guter Kompromiss ist. Oft liege ich bei gut 200 Euro für so einen normalen Doppelvisierhelm.

Dazu kommen dann nochmals 35 bis 50 Euro für ein Ersatzvisier. Ersatz-Sonnenblende kauf ich erst, wenn das Original wirklich nix mehr taugt oder gebrochen ist.

Mein nächster Helm könnte vielleicht dieser Motorradhelm von Schuberth werden:
Schuberth C5 Fluo Yellow – Ok, knapp 600 Euronen sind natürlich auch nicht gerade ein echtes Motorradhelm-Schnäppchen. Aber Sicherheit ist schon ein wichtiger Faktor im Straßenverkehr!