Das Werkzeug zur Umsetzung
Dann brauche ich ein spezielles Werkzeug, mit dem die späteren Inhalte bearbeitet werden können. Ist im Grunde genommen wie die Säge oder der Hammer beim Tischler.
Grundlage aller Websites im Internet ist eine Auszeichnungssprache, die sich HTML nennt. Dieses HTML sorgt praktisch dafür, dass das mit den Inhalten später auf jedem Browser in der ganzen Welt gleich aussieht. Zumindest ist das die Theorie. In der Praxis sehen heute immer noch viele Websites auf verschiedenen Endgeräten recht unterschiedlich aus. Früher war das noch viel schlimmer!!
Ich selbst kann HTML mit einem Windows-Editor wie Notepad ohne jeden Schnick-Schnack selber schreiben. Habe ich mir so um 1995 im Selbststudium angeeignet. Theoretisch könnte ich eine komplette Internetseite von A bis Z manuell erstellen/schreiben.
Inzwischen nutzt aber HTML auf dieser untersten Ebene (reiner HTML-Quellcode) kein Mensch mehr! Es ist viel einfacher mit sogenannten Tools, Webbaukästen oder CMS-Systemen zu arbeiten. Das gilt auch für mich, weil es ganz eindeutig eine Arbeitserleichterung im Tagesgeschäft ist. Man muss sich das Leben ja nicht selber unnötig schwer machen!
CMS-Systeme
Jahrelang habe ich eine großen Bogen um CMS- und Blogysteme wie Drupal, Typo3, Joomla, Contao und WordPress gemacht. Warum? Weil im Endeffekt automatisch im Hintergrund solche Programme allein für nur 1 einzige HTML-Seite (z.B. das Impressum) ein riesengroßer aufgeblähter Haufen HTML-Quellcode erzeugt wird, der zu 98% überflüssig ist.
Da sich lange Ladezeiten einer HTML-Seite (ganz!) negativ auf das Anzeigeverhalten im Browser und Ranking in Suchmaschinen auswirken, hab ich immer davon Abstand genommen. Wer extrem schnelle Websites bauen will oder muss, der gewinnt mit CMS-Schlachtschiffen wie Typo3 oder WordPress ohne Websitetuning keinen Blumenpott. Und warum sollte ich als Spezialist und Dienstleister freiwillig auf meine Wettbewerbsvorteile verzichten? In diesem Fall kann ich aber WordPress nehmen.
Ladezeiten zu lang: Mal ganz ehrlich; ich warte auch nicht 14 Sekunden oder mehr, bis sich im Browser endlich die angeklickte Seite aufgebaut hat. Bei der mobilen Internetnutzung sind Wartezeiten noch schlimmer. Was passiert dann? Richtig, man bricht als User die Aktion ab und sucht sich über Google gleich das nächste Angebot raus. Vielleicht lädt diese Seite ja irgendwie schneller. Das ist heute die Realität!
Darum habe ich bis zum heutigen Tag immer auf dicke CMS-Systeme verzichtet und mit einem komplexen Website-Editor der Firma Adobe gearbeitet (vormals Dreamweaver). Die Adobe Creative Cloud ist inzwischen leider auch ein Abomodell der Firma Adobe aus dem Bereich Fotobearbeitung, Videobearbeitung, Grafikdesign und Webentwicklung geworden. Für mich lohnt sich das nicht mehr, da ich nur noch einen Baustein davon nutze. Das ist der Part für die Entwicklung von Internetseiten. Und ich mag überhaupt keine Abomodelle bei Software.
Grundsatzentscheidung: WordPress als Werkzeug zur Realisierung
Für dieses Projekt nutze ich jetzt erstmals WordPress. Ich schätze mal, das gefühlt jede 10 Internetseite weltweit damit gebaut wird. Warum ist WP so erfolgreich?
Punkt 1, es ist kostenlos.
Punkt 2 wäre die (erhoffte) Einfachheit bei der Bedienung. Stimmt aber so nicht ganz.
Punkt 3: Es gibt Millionen von Designvorlagen und Zusatzprogrämmchen (PlugIns), von kostenlos und nicht mal so schlecht bis hin zum Edeldesign mit Shopfunktionalitäten und mehr. Rund um das freie WordPress hat sich weltweit eine neue Industrie und riesige Dienstleistungsbranche entwickelt. Und ganz ehrlich, auch ich will nicht bei jedem Projekt das Rad von Neuem erfinden müssen.
Schnellstart:
Per Mausklick beim Webhoster installiert, ein kurzes Systemupdate gemacht, ein kostenloses WordPress-Template installiert und fertig. Hat mit den ganzen nachgeschobenen Updates keine 120 Sekunden gebraucht. Da war ich erst einmal positiv überrascht! Mit einem funktionierendem Gerippe einer Internetseite kann ich nun Schritt für Schritt beginnen.
Ok, also mit WordPress bringe ich das Projekt Bikertom jetzt an den Start.